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Andere Länder, andere Sitten - Anrede und Titel
Der Deutsche gilt als pünktlich, diszipliniert und nicht zuletzt auch ein bisschen förmlich. Das sind keine Charakterfehler - und nicht jeder dieser Punkte entspricht der deutschen Wirklichkeit. Das mit der Förmlichkeit zumindest nicht.
"Du" und "Sie"
Junge Leute verwenden in der Regel das "Du", um Gleichaltrige anzusprechen. Oft wird bereits beim Kennenlernen diese Art der Anrede verwendet. Wenn Sie sich mal nicht ganz sicher sein sollten, empfiehlt sich: abwarten. Warten Sie auf das Verhalten ihres Gegenübers und machen Sie es ihm einfach nach. Fremde Personen spricht man mit "Sie" und dem Nachnamen an. Personen der mittleren und älteren Generation empfinden ein vorschnelles "Du" mitunter als unhöflich oder gar aufdringlich. "Siezen" Sie Ihren Gesprächspartner konsequent, bis sich eine passende Gelegenheit - womit auch mal ein Glas Wein gemeint sein kann - für das "Du" ergibt.
Doktoren und Professoren
Akademische Titel sollten Sie immer nennen. In wissenschaftlichen Einrichtungen kann - da üblicherweise fast jeder dort einen Titel trägt - im Allgemeinen darauf verzichten werden.
Geküsst und verbeugt wird in Deutschland nicht - man legt Hand an. Bei offiziellen Anlässen oder dem ersten Kontakt deshalb wichtig: Das Händeschütteln. Ein fester Händedruck vermittelt Selbstvertrauen und Respekt. Aber seien Sie nicht zu kraftvoll. Denken Sie daran, dass die andere Hand vielleicht noch ein Glas Wein mit Ihnen trinken möchte.
Einladungen
Die richtige Kleidung
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