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|  Ein Meisterwerk der Baukunst: Der Aachener Dom
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Tief im Westen
Mit seinen rund 257.000 Einwohnern ist Aachen die westlichste Großstadt Deutschlands, nur einen Katzensprung entfernt liegen Belgien und die Niederlande. Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Steinzeit zurück. Davon ist natürlich heute nichts mehr zu sehen, es gibt aber einige Erinnerungen an die Römerzeit: In der Aachener Innenstadt dominieren alte, teils nach dem Zweiten Weltkrieg wieder errichtete Gebäude. Kleine Gässchen, krumme Häuser, zahlreiche Cafés und Lädchen wechseln sich mit imposanten Gebäuden wie dem Rathaus oder dem Dom ab.
″Ahha″ oder ″Aqua″, heute ″Aachen″
Der Stadtname Aachen kommt vom germanischen ″Ahha“ oder vom lateinischen ″Aqua“, beides bedeutet das gleiche: Wasser. Die heißen Quellen in Aachen waren Namen gebend - und wurden von Franken und Römern geschätzt. Auch Kaiser Karl der Große badete wahrscheinlich in den heilkräftigen Quellen und fühlte sich in Aachen so wohl, dass er die Stadt zu seiner Lieblingspfalz erklärte und einen Dom baute.
Dicker Dom
Der Aachener Dom aus der Karolingerzeit ist das Wahrzeichen der Stadt. Das besondere: Der Kuppelbau ist achteckig. Innen glitzert und strahlt es golden, und der Aachener Dom und der Domschatz sind in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.
Der Teufelsdaumen im Löwenmaul
Während der Bauzeit soll Karl dem Großen beim Dombau irgendwann das Geld ausgegangen sein. Seine Rettung: Ein Pakt mit dem Teufel. Der sollte das kostspielige Bauvorhaben bezahlen und im Gegenzug die Seele des ersten Lebewesens bekommen, das den fertig gestellten Dom betrat. Und so jagten die Aachener, als der Dom fertig war, einen Wolf in das Gotteshaus. Mit dessen Seele musste sich der Teufel zufrieden geben, war darüber aber so wütend, dass er aus dem Dom stürmte und die Tür so fest hinter sich zuschlug, dass sein Daumen im Türgriff hängen blieb. Noch heute kann man den Teufelsdaumen im Löwenkopf-Türgriff am rechten Hauptportal erfühlen.
Historisches Rathaus
Das Aachener Rathaus ist eines der eindruckvollsten Gebäude in Aachen. Nach mehrmaligen Umgestaltungen zeigt es sich heute in neogotischem Stil. Einmal im Jahr sammelt sich hier internationale Prominenz: Im historischen Krönungssaal des Rathauses wird seit 1950 der Karlspreis - benannt nach Karl dem Großen, der als erster Einiger Europas gilt - verliehen. Die geehrten Personen werden für ihre Verdienste um die europäische Einigung würdigt. Preisträger sind zum Beispiel Angela Merkel, Frère Roger oder der Euro.
Technisch ganz weit vorn
Aachen ist nicht nur eine bei Touristen beliebte Stadt, sondern auch ein wichtiger Technologie- und Industriestandort in Deutschland. Die Stadt ist als Zentrum für Maschinenbau, Automation und Laser- und Umwelttechnologie sehr bedeutend für die Region. Viele Unternehmen, vor allem die Automobilindustrie, arbeiten auch eng mit der Uni Aachen, der ″Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule″ (RWTH), zusammen.
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|  In "Reiseland Deutschland" zeigt DW-tv Aachen, die Stadt im Dreiländereck
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| Weitere Informationen
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