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|  In der Bibliothek der Fachhochschule
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Riesiges Atelier
Christian bereitet gerade sein Modell einer neuen Wohnanlage vor. Maßstab 1:100. Schokolade, Plätzchen, Kaffee und Tee stehen verstreut über die Tische. Wer viel arbeitet, der braucht eben auch Stärkung. Bis weit in die Nacht hinein ist er und seine Kommilitonen am Werk. Die Arbeitsatmosphäre ist optimal in dem riesigen Atelier. Jeder Studierende bekommt am Beginn des Semesters einen Arbeitplatz inklusive Computer zugewiesen. Das Atelier gleicht einem Kreativ-Labor.
Rund ums Haus
Wer an der Fachhochschule Biberach studiert, hat etwas mit Bauen zu tun: Von der Idee über die Planung bis zur Ausführung und den Betrieb des fertigen Bauwerks. 1100 Studierende wollen Bauspezialisten werden. Und sie haben gute Chancen. 56 Professoren und rund 100 Lehrbeauftragte unterstützen sie. Jeder kennt jeden. Da spielt sich informell viel ab, was andere mühevoll organisieren müssen: Beispielsweise die Entwicklung neuer Studiengänge. Gebäudetechnik mit dem Schwerpunkt Klimatik kann zum Beispiel nur in Biberach studiert werden.
Labor in Originalgröße
Das "lebendige Technikum" feierte im Jahr 2001 Einweihung. Eigentlich sollte die Hochschule nur ein neues Gebäude erhalten. Aber weil man eben vom Bau kommt, haben die Professoren beim Neubau alles eingesetzt, was im Bereich Energie- und Klimatechnik zum letzten Schrei gehört. Im Erdkanal unter dem Haus wird Luft geothermisch vorgewärmt oder vorgekühlt. In sämtlichen Betonwänden des Hauses sind Rohre verlegt, durch die im Winter die Erdwärme fließt und, im Sommer die Kühle transportiert wird. Das geschieht mit Luft oder Wasser.
Die Studierenden erleben so die Vorzüge oder auch Nachteile der energiesparenden Klimatechnik. Wenn die Studierenden nämlich schwitzen oder frieren, dann haben sie wohl das falsche Material gewählt. Das ganze Haus ein Baukasten. An Dach und Fassaden können Sonnenkollektoren und Photovoltaikmodule je nach Forschungszweck angebracht werden. Die Fassaden bestehen aus austauschbaren Elementen.
Professoren unter der Lupe
Ganz schön stolz sind die Studierenden auf ihre Hochschule. Sie belegt auf vielen Ranking-Listen einen der oberen Plätze. Globales Denken und Internationalität werden groß geschrieben an der jungen Hochschule, Partnerschaften mit Universitäten in Europa und in den USA werden gepflegt und der studentische Austausch durch Praxissemester im Ausland gefördert. Und auch die Studierenden tun etwas für die Qualitätssicherung der Lehre: Vom Allgemeinen Studierenden-Ausschuss werden am Semesterende Fragebögen verteilt. Die Studierenden bewerten Veranstaltungen und Dozenten. Die Ergebnisse hängen später aus, für jeden sichtbar. Einige wenige Professoren ignorieren die Listen, andere suchen aber das Gespräch. Gemeinsam wird dann über Kritik und Änderungswünsche diskutiert.
Aktive Studierende
Eigene Kneipe, wöchentliche Feten, pro Semester einen Studenten-Ball. Ein Verein plant das abwechslungsreiche Freizeitleben. Aber nicht nur Vergnügen ist hier angesagt. Gemeinsam mit der Bauakademie in Biberach organisieren die Studierenden Seminare. Über alles, was vielleicht einmal auf sie zukommt: Existenzgründung, Infos über Auslandspraktika, Rhetorik-Kurse.
Um überhaupt Zeit für die Veranstaltungen zu haben, finden Mittwochs nachmittags keine Vorlesungen statt. Donnerstag ist dann wieder volles Programm. Aber ab Freitag leert sich der Campus. 70 Prozent der Studierenden kommen nämlich aus der Region. Da geht es am Wochenende heim zu Muttern.
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|  Sylvain Njosseu Nkwaya aus Kamerun studiert Projektmanagement an der FH Biberach: "Mein Eindruck von der FH ist sehr gut, die Studenten und die Profs sind sehr offen."
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|  Bauingenieurstudent Philipp Bührsch aus Deutschland über die Internationalität der FH Biberach: "Unsere Abschlussexkursionen gehen ins Ausland. Die Profs stellen dazu ihre Kontakte zur Verfügung."
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| Weitere Informationen
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