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30.07.2010
 
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Das Kloster Benediktbeuern am Fuße der Alpen




Stadtporträt Benediktbeuern





Leben im Bilderbuch

Das Unvermeidliche gleich an den Anfang: Ja, es stimmt, was das Tourismusbüro schreibt: Benediktbeuern ist wirklich ein Bilderbuchort. Mit seinen schönen alten Bauernhäusern aus Holz, deren Balkone überquellen mit Blumen, den Streuwiesen mit den Obstbäumen, der bunten Blumenvielfalt und den obligatorischen Kühen. Die imposante alte Klosteranlage vor der alpinen Kulisse: Benediktbeuern sieht einfach aus wie aus dem Bilderbuch entsprungen. Oder der Phantasie eines Tourismusmanagers.

Touristen willkommen

Wie so viele Orte in Bayern lebt auch Benediktbeuern mit und von den Touristen. Und die kommen reichlich. Nur 57 Kilometer von München entfernt, schnell erreichbar, schöne Unterkünfte, gute Küche, sehr familien- und kinderfreundlich - was will man mehr? Zum Beispiel die zahlreichen Sport und Freizeitmöglichkeiten: Bergwandern, Radfahren, Tennis, Schwimmen, Eislaufen, Skifahren oder Eisstockschießen. Wem das immer noch nicht reicht: Benediktbeuern ist auch ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge zu weltbekannten Attraktionen, seien es die Königsschlösser bei Neuschwanstein, der Passionsspielort Oberammergau oder die Zugspitze.

Holz, Holz, Holz...

Doch Benediktbeuern lebt nicht nur vom Tourismus. Allerdings auch längst nicht mehr von der Landwirtschaft. Nur noch 2 Prozent der Einwohner sind hauptberufliche Bauern. Die meisten verdienen ihr Geld im Dienstleistungssektor. Oder mit Holz.
Ob Holzgroßhandel oder Schreinerei, Säge- und Hobelwerk oder Holzbearbeitungsmaschinen, Papier- und Bastelbedarf - das Holzhandwerk ist in Benediktbeuern überall präsent.

"Sehen, was die Welt im Innersten zusammenhält..."

...das wünschte sich Goethes Faust. Einer, der es ein Stück weit erreichte, hieß Joseph von Fraunhofer. Der wohl bedeutendste deutsche Physiker des 19. Jahrhunderts arbeitete 10 Jahre lang in den Räumen des damals säkularisierten Klosters. Er hatte sich dort ein mathematisch-optisches Institut eingerichtet. Hier forschte er im Bereich Linsen und optische Geräte. Und hier entdeckte er die nach ihm benannten "Fraunhoferschen Linien", dunkle Linien im Lichtspektrum. Dank seiner Entdeckung kam man einen Riesenschritt weiter bei der Erforschung von Atomen und Molekülen. Die alte Glashütte, in der Fraunhofer experimentierte, ist inzwischen als Museum eingerichtet.

Heiligenanatomie

Gelobt sei Karl der Große. Denn der vermachte dem Kloster "Buron" die Speiche des rechten Unterarmes des Heiligen Benedikts. Erst die kostbare Reliquie machte das vermutlich älteste Kloster Bayerns bekannt und bedeutend. Nur gerecht, dass es sich dann auch bald in Benediktbeuern umbenannte. Im 8. Jahrhundert bildete das Kloster den kulturellen Mittelpunkt des später als "Pfaffenwinkel" bekannten Gebiets. "Pfaffenwinkel" wegen der vielen Klöster in der Gegend. Beziehungsweise wegen der Bewohner der Klöster. Denn "Pfaffen" ist ein umgangssprachliches, etwas abwertendes Wort für Geistliche.

Kloster ohne Kutte

Mit Klostern und Mönchen verbinden viele düstere Gemäuer und in Kutten verhüllte Gestalten. Doch in Benediktbeuern passt das Klischee nicht. Mit T-Shirt, Radlerhose und Mountainbike flitzt Pater Bopp durch die Gemeinde. Auch seine Mitbrüder haben die Kutten längst abgelegt. Pater Bopp gehört zu der Gemeinschaft der so genannten "Salesianer Don Boscos". Die Salesianer bilden die drittgrößte männliche Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche und zählen fast 18.000 Mitglieder. Sie kümmern sich vor allem um die Belange junger Menschen.




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Theologiestudent Eugen Jurtschenko aus der Ukraine über seinen Studienort Benediktbeuern:
"Hier kann man Gelassenheit und innere Ruhe finden." 



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Sebastian Bugl aus Deutschland ist begeistert von der Landschaft um Benediktbeuern:
"Es ist immer wieder schön, auf das weite Moor zu blicken oder in die Berge zu gehen." 



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Weitere Informationen   



Gemeinde Benediktbeuern
www.benediktbeuern.de

Profil der Region München und ihrer Kompetenznetze
www.kompetenznetze.de/...













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