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Der Hamburger Dom

Ein Volksfest gibt es in fast jeder großen deutschen Stadt. Köln hat den Karneval, München das Oktoberfest und Stuttgart die Wasn. Hamburg hat den Dom, der im Vergleich zu den anderen Festen gleich doppelt besonders ist. Während Karneval jedes Jahr nur im Februar gefeiert wird, ist Dom gleich drei Mal im Jahr. Deswegen hast du im Frühling, Sommer und Winter jeweils für einen ganzen Monat die Gelegenheit, eines der ältesten deutschen Volksfeste zu besuchen. Olga hat sich den Sommer ausgesucht, um sich in Deutschland über ein Studium hier zu informieren und ihren Freund zu besuchen. Zusammen probieren wir den Dom einmal aus.

von: Florian Schubert

Der Hamburger Dom © DAAD/Florian Schubert
Der Hamburger Dom . © DAAD/Florian Schubert

Bratwurst und Bier gehören dazu

Olga mit einer Bratwurst © DAAD/Florian Schubert
Olga mit einer Bratwurst . © DAAD/Florian Schubert

Schon in der U-Bahn bemerken wir, dass wir in die richtige Richtung fahren, die Wagen sind voll und die Stimmung gut. Der Dom findet jedes Jahr auf dem Heiliggeistfeld statt, mitten in St. Pauli und ganz in der Nähe der berühmten Reeperbahn. An der Station Feldstraße angekommen bemerkt Olga sofort einen „typisch deutschen Geruch“ - Bratwurst und Bier.

Der Hamburger Dom ist ein riesiger Rummelplatz. Es gibt unzählige kleine und große Buden, in denen wir etwas zu essen oder zu trinken kaufen oder etwas gewinnen können. Daneben gibt es unzählige Fahrgeschäfte, vom Kinderkarussell bis zur Achterbahn.

Bratwurst kennt Olga dann doch schon, und beschließt daher, zum ersten Mal eine Hamburger Spezialität zu probieren: Das Fischbrötchen. Viele Hamburger kommen nach der Arbeit oder am Wochenende mit Freunden abends extra zum Essen auf den Dom, ein kühles Feierabendbier darf da natürlich auch bei uns nicht fehlen. Bei unserem Spaziergang fällt ihr noch eine andere Sorte Geschäft auf, die es so in Russland nicht gibt. Verkauft werden Lebkuchenherzen mit Sprüchen in allen erdenklichen Größen. Essen kann man sie zwar, in Deutschland werden sie aber lieber verschenkt, an Partner oder Freunde, und dort aufgehoben. Auch Olga bekommt heute ein kleines Herzchen, dass sie sich in Moskau in ihr Zimmer hängen will.

Ein anderer Geruch fällt ihr bei unserem Spaziergang ebenfalls sofort auf. Gebraten und leicht süßlich hat sie eine weitere Spezialität entdeckt, das Schmalzgebäck. Gegessen werden die kleinen, frittierten Teigtaschen mit viel Puderzucker und Zahnstochern direkt aus der Tüte.

Noch eine Runde Wilde Maus

Die Wilde Maus © DAAD/Florian Schubert
Die Wilde Maus . © DAAD/Florian Schubert

Den Hamburger Dom gibt es bereits seit über 100 Jahren in Hamburg und auch einige Fahrgeschäfte haben schon eine lange Tradition. Die Achterbahn „Wilde Maus“ kennt so gut wie jeder Hamburger und zu einem vollständigen Dombesuch gehört sie irgendwie dazu.

Lebkuchenherzen sind nicht zum Essen da

Plüschtiere © DAAD/Florian Schubert
Plüschtiere . © DAAD/Florian Schubert

Zwischen all den Fahrgeschäften und Wurstbuden gibt es einiges zu gewinnen. Von Plüschtieren über Lebensmittel bis hin zu anderen kleinen und großen Geschenken. Wer sich geschickt anstellt und entweder Büchsen werfen oder schießen kann hat viele Chancen an einem Abend ein tolles Geschenk für sich oder seine Freunde zu gewinnen.

Das Domfeuerwerk

Feuerwerk © DAAD/Florian Schubert
Feuerwerk . © DAAD/Florian Schubert

Je dunkler es wird, desto mehr Menschen strömen auf das Heiliggeistfeld. Es ist Freitag und die meisten kommen, um das berühmte Domfeuerwerk zu sehen, das jeden Freitag gegen 22.00 Uhr gezündet wird.

Wann ist das nächste Mal Dom?

Wie bereits erwähnt findet der Hamburger Dom drei Mal im Jahr für jeweils einen kompletten Monat statt. Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass gerade Dom ist, wenn du nach Hamburg kommst. Die Termine ändern sich jedes Jahr ein wenig, deswegen schaust du am besten einmal auf die offizielle Dom-Seite der Stadt Hamburg.

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