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Bingen: Die Perle am Rhein

In Bingen fühlst du dich jeden Tag wie im Urlaub. Das malerische Städtchen liegt am Rhein umgeben von Wald, Weinbergen und dem Rheingaugebirge. In Bingen studierst du in einem der schönsten Orte am Mittelrhein und profitierst trotzdem von der Infrastruktur der großen angrenzenden Städte wie Mainz, Wiesbaden und Frankfurt am Main.

von: Janine Funke and Charleen Florijn

Beim Blick auf den Rhein und die Weinberge bei Bingen können Studierende sich entspannen. © Esther u. Heiko Brendel
Blick auf den Rhein und die Weinberge . © Esther u. Heiko Brendel

Zahlen & Fakten

Einwohner:
23.812
Studierende:
2.641
Hochschulen:
1
Miete/Monat:
302 €
Tipp:
Eine Fahrt auf dem Rhein, um Bingen vom Wasser aus zu erkunden.
Website:
www.bingen.de

Willkommen in Bingen

Egal, ob du von Norden oder Süden mit der Bahn nach Bingen fährst, der Ausblick wird dich begeistern. Der Rhein fließt großzügig durch malerische Landschaften umgeben von Weinbergen. Das obere Mittelrheintal gehört nicht umsonst zum UNESCO-Weltkulturerbe. Vorbei am Wahrzeichen der Stadt, dem Binger Mäuseturm, fährst du in den Binger Hauptbahnhof ein, der ebenfalls direkt am Rhein liegt.

Blick von der Bingener Innenstadt zur Burg Klopp, ein beliebtes Ausflugsziel auch für Studierende. © Esther u. Heiko Brendel
Von der Innenstadt zur Burg Klopp . © Esther u. Heiko Brendel

Von der Rheinpromenade gleich neben dem Bahnhof aus gelangst du in die kleine Altstadt von Bingen mit vielen historischen Gebäuden. In der Altstadt kannst du dich erst einmal in einem der zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants stärken, bevor deine Erkundungstour weitergeht. Hinter der Altstadt liegt nämlich die Burg Klopp, ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Nach einem recht anstrengenden Treppenaufstieg hast du einen wunderbaren Blick über die Stadt und die Umgebung. Die Burg ist nicht nur für Touristen ein beliebter Ort, sondern auch der Arbeitsplatz des Oberbürgermeisters von Bingen.

Die kleine Stadt mit nur knapp 25.000 Einwohnern ist ein beliebtes Urlaubsziel. Viele Besucher sind auf den Spuren der Heiligen Hildegard von Bingen unterwegs, die einen großen Teil ihres Lebens in Bingen verbracht und dementsprechend die Gegend sehr geprägt hat. Sie verfasste zum Beispiel Bücher zur Medizin und Religion und war als Komponistin aktiv. Im Museum am Strom erfährst du mehr über das Leben und die Arbeit der Hildegard von Bingen.

Die Hafenpromenade in Bingen, dort sind oft auch viele Studierende beim Spaziergang anzutreffen. © Esther u. Heiko Brendel
Die Hafenpromenade . © Esther u. Heiko Brendel

Leben in Bingen

In Bingen bewegst du dich am besten zu Fuß oder mit dem Rad. Zu einigen Orten gelangst du nur, wenn du einige Höhenmeter zurücklegst. Die Anstrengung lohnt sich aber definitiv! Im Sommer gibt es in nahezu jedem kleinen Ort der Umgebung ein Winzerfest. Auf diesen Veranstaltungen kannst du die lokale Mentalität und natürlich auch die lokalen Weine näher kennen lernen! 

Mein Tipp

Der Rhein ist natürlich nicht nur für Wassersport gut, sondern dient schon Jahrhunderte als Handelsroute und machte die Stadt Bingen damit bedeutsam. Du solltest es nicht versäumen, die Umgebung vom Rhein aus zu erkunden, zum Beispiel bei einer „Loreleyfahrt“.

Bingen bietet unzählige Möglichkeiten neben dem Studium sportlich aktiv zu werden. Der Rhein lädt zum Wassersport ein, so findest du in Bingen zum Beispiel einen Ruder- und Wassersportverein. Wenn dir die Weinberge doch einmal zu viel werden, bist du im Handumdrehen in einer der großen Städte der Umgebung. Es gibt eine direkte Bahnverbindung nach Mainz, Wiesbaden und in die Metropole Frankfurt am Main sowie zum Frankfurter Flughafen.

Im Gegensatz zu den angrenzenden Großstädten sind die Mieten in Bingen noch erschwinglich. Am besten ist es, frühzeitig mit dem Studentenwerk Kontakt aufzunehmen, um einen Platz im Wohnheim zu ergattern. Vom Wohnheim aus bist du in wenigen Minuten in der Innenstadt und kannst den Abend zum Beispiel in der Bar „Spektakel“ oder bei einem abendlichen Spaziergang auf der Rheinpromenade über die mittelalterliche Drususbrücke ausklingen lassen.

Interview mit Conny Goetz aus Luxemburg

Conny Goetz kommt aus Luxemburg und ist 20 Jahre alt.  Sie studiert Umweltschutz an der Technischen Hochschule Bingen. In Deutschland ist sie seit August 2018 und studiert jetzt im ersten Semester.   

Mädchen lächelt in die Kamera © privat
Conny Goetz . © privat

Conny, warum hast du dich für Bingen entschieden?

Ein Grund war, dass meine Berufsschule in Luxemburg mir die Hochschule in Bingen vorgeschlagen hat, weil viele Schüler dort gute Erfahrungen gemacht hatten.

Der zweite Grund war, dass mein Freund ein Jahr vor mir schon nach Bingen gezogen ist. Einmal kam ich ihn dann besuchen und das erste, was ich gesehen habe, waren die Weinberge. Da habe ich mich direkt verliebt.

Was ist dein Lieblingsort in Bingen?

Mein Lieblingsort in Bingen ist der Rochusberg. Um auf die Spitze zu kommen, muss man 40 Minuten immer im Zickzack den Berg hoch wandern. Aber oben hat man eine sehr schöne Aussicht und ist mitten in der Natur.  

Beschreibe Bingen doch mal in drei Worten:

Freundlich, Wein und Natur. 

Was magst du besonders an Deutschland?

Autofahren in Deutschland ist ein Genuss! Alle sind so nett, die Fahrer lassen Fußgänger immer die Straße überqueren. Wenn ich hier im Auto sitze, rege ich mich nie auf. Außerdem sind hier generell alle sehr freundlich. Wenn ich Leute auf der Straße anspreche und nach dem Weg frage, antworten sie immer gerne. Das kenne ich aus meiner Heimat nicht.

Was dachtest du über Deutschland, bevor du gekommen bist?

Ich dachte, dass die Deutschen auf Regeln achten und sehr viel Wert auf Papierkram legen. Als ich dann nach Bingen kam, hat sich das bestätigt. Ich musste beim Bürgeramt eine Bescheinigung von meinem Vermieter abgeben. Er hatte aber vergessen, ein Datum einzutragen. Das war dann ein Problem und ich musste die Bescheinigung dann nochmal nachreichen. Das war meine erste Begegnung mit der deutschen Bürokratie. 

Hattest du am Anfang Schwierigkeiten?  

Bei mir lief alles überraschend glatt. Selbst bei der Wohnungssuche hatte ich Glück. Ich habe einen Zettel an die Eingangstür von einem Wohnhaus gehängt, in dem schon Freunde von mir wohnten und noch am selben Abend hat sich dann der Vermieter bei mir gemeldet und mir eine freie Wohnung angeboten. Das war wirklich ein Zufall. So leicht hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Was hat dich überrascht?

Die deutsche Frühstückskultur! Beim Bäcker gibt es so viele verschiedene Sorten Brötchen, das kenne ich von zu Hause so gar nicht. Auch Brötchen mit Käse überbacken habe ich vorher noch nie gesehen. Hier ist Frühstücken etwas Besonderes, das zelebriert wird. Schon nach wenigen Monaten hier gehe ich jeden Sonntag zum Bäcker und kaufe frische Brötchen.  

Was unternimmst du am Wochenende?

Ich fahre gerne in die Umgebung. In weniger als einer Stunde ist man von Bingen aus in Andernach oder Bad Kreuznach. Das sind wirklich wunderschöne Orte. Da fühle ich mich direkt wie im Urlaub. Ich wandere auch gerne in der Natur oder gehe am Rhein spazieren. Wer die Natur mag, der ist in Bingen genau richtig.  

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