Hochschulzugangsberechtigung

Wenn du an einer deutschen Hochschule studieren willst, brauchst du eine sogenannte „Hochschulzugangsberechtigung“ (HZB). Das ist ein Schulabschluss, der dich für ein Studium qualifiziert. Wenn dein Schulabschluss nicht für ein Studium in Deutschland ausreicht, musst du vorher ein Studienkolleg besuchen.

Für Menschen aus Nicht-EU-Ländern

Als erstes solltest du prüfen, ob deine Art der Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland anerkannt ist. Dabei hilft dir die . Dort gibst du das Land ein, in dem du deinen Schulabschluss gemacht hast. Du erfährst dann, ob dein Abschluss 

  • für einen direkten allgemeinen Hochschulzugang ausreicht, 
  • nur für einen fachgebundenen Hochschulzugang (das heißt innerhalb einer bestimmten Fächergruppe) ausreicht, 
  • nur in Kombination mit dem Nachweis von ein oder zwei erfolgreich abgeschlossenen Studienjahren im Heimatland ausreicht oder 
  • nicht für den Hochschulzugang ausreicht. 

Die DAAD-Zulassungsdatenbank gibt dir nur einen groben Überblick. Mehr Länder und Abschlüsse findest du in der Datenbank Anabin: Sie liefert Informationen zur Bewertung ausländischer Bildungsnachweise. Auf  kannst du nach deinem Land und deinem Abschluss suchen. Du erhältst dann alle Informationen, ob dein Abschluss ausreicht oder ob du weitere Voraussetzungen erfüllen musst. Diese Website gibt es derzeit allerdings nur auf Deutsch.

Studierende vor Universitätseingang
Studierende vor Universitätseingang© DAAD/Jan Zappner

Frag an der Hochschule nach 

Die finale Entscheidung über die Zulassung zum Studium trifft immer die Hochschule, bei der du dich bewirbst. Daher solltest du in jedem Fall vorher bei deiner Wunschhochschule nachfragen, ob du die notwendigen Voraussetzungen erfüllst. Anlaufstelle ist dabei das Akademische Auslandsamt, häufig auch International Office genannt: Das gibt es an fast allen Hochschulen. Hier können sich ausländische Studierende in allen Fragen zu ihrem Aufenthalt und ihrem Studium in Deutschland beraten lassen.

Für künstlerische Fächer werden manchmal besonders Begabte auch ohne formale Hochschulzugangsberechtigung zugelassen. Je nach Hochschule musst du Arbeitsproben einreichen oder einen Eignungstest bestehen.

Wenn dein Abschluss nicht ausreicht

Falls dein Schulabschluss in Deutschland nicht anerkannt ist, führt dich dein Weg in eine deutsche Hochschule über ein Studienkolleg. Für die Zulassung zum musst du eine Aufnahmeprüfung absolvieren. Gute Deutschkenntnisse sind eine Voraussetzung ().

Am Ende des Studienkollegs wirst du in mehreren Fächern geprüft, die für dein Studienfach wichtig sind. Diese Prüfung heißt Feststellungsprüfung. Ein Teil davon ist auch ein Sprachtest.

Eignungstest

Bist du unsicher, ob du mit den Anforderungen deutscher Hochschulen zurechtkommst? Mit dem Test für Ausländische Studierende () kannst du das prüfen. Er ist eine Mischung aus Sprachtest, Fachfragen und Testung deiner kognitiven Fähigkeiten. Das Testergebnis kann dir auch bei der Entscheidung für einen bestimmten Studiengang helfen. In jedem Fall kannst du nach dem Test deine Aussichten auf ein erfolgreiches Studium realistischer beurteilen.

Für Menschen aus EU-Ländern

Wenn du aus einem Land der EU (oder aus Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz) kommst und dich dein Zeugnis dort für einen Hochschulzugang berechtigt, reicht es in der Regel auch in Deutschland aus. Das gilt besonders dann, wenn du dein Abitur an einer der mehr als 140 Deutschen Schulen im Ausland gemacht hast. In dem Fall hast du den Status einer Bildungsinländerin bzw. eines Bildungsinländers und bist damit deutschen Staatsbürgerinnen und -bürgern bei der Hochschulzugangsberechtigung gleichgestellt.

Voraussetzungen für dein Hochschulstudium 

Grundsätzlich gilt, dass du über einen Schulabschluss verfügen musst, der dich in deinem Heimatland dazu berechtigt, an einer Hochschule zu studieren. Als derartige Sekundarabschlüsse, die wie das deutsche Abitur bewertet werden, zählen etwa High School Diploma, Matura, A-Levels und Bachillerato.

Um in Deutschland studieren zu können, benötigen Menschen aus der EU weder eine Aufenthaltsgenehmigung noch ein Visum. Weil in Deutschland aber eine Meldepflicht besteht und du länger als drei Monate im Land bleibst, musst du dich beim Einwohnermeldeamt deiner Hochschulstadt registrieren. Dabei musst du glaubhaft darlegen, dass du dein Studium selbst finanzieren kannst und zusätzlich nachweisen, dass du krankenversichert bist. Übrigens: Für Staatsangehörige der EWR-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen gilt dasselbe Zugangsrecht wie für EU-Bürgerinnen und -Bürger.

Eignungstest