Franken

Ein traditionelles Gebäude: eine Brauerei
Sehr traditionell: eine Brauerei© Ruhland/DAAD

In Oberfranken gibt es die größte Dichte an Brauereien weltweit. Der Besuch eines fränkischen Biergartens unter Kastanienbäumen mit einem gekühlten Bier ist ein echtes Highlight. Darüber hinaus warten eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Bayerns und eine Sommerrodelbahn darauf, besucht zu werden.

Über die Region

Franken liegt im Norden des Bundeslandes Bayern, doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass diese Region ihre ganz eigenen Traditionen und Geschichten hat. Dort liegt auch der „Naturpark Fränkische Schweiz“ mit seinen vielen Burgen und Freizeitmöglichkeiten. Zahlreiche kleine mittelalterliche Städte fügen sich hier idyllisch in die Landschaft ein. Der Naturpark lädt dazu ein, die Gegenwart zu genießen und erleben, aber zugleich auch die Spuren der Vergangenheit zu entdecken.

Tief hinein und hoch hinaus (Tour 1)

In der Teufelshöhle selbst ist es ziemlich eisig. Sie ist eine Tropfsteinhöhle, in der das ganze Jahr eine Temperatur von neun Grad Celsius herrscht. Kurios: In dieser unterirdischen Welt erwarten dich unter anderem eine Papstkrone, eine Orgel oder ein ganzes Höhlenbärenskelett. Für die Führungen mit interessanten Infos über die Entstehung von Tropfsteinen musst du dich nicht anmelden, sondern kannst einfach an der Kasse fragen, wann die nächste Führung beginnt (Führung auf Deutsch, Kosten etwa fünf Euro).

 

Zu Fuß geht es weiter zum Schöngrundsee. Zuerst aufs Wasser oder hinauf auf den Berg? Entscheidest du dich für den Berg, wartet rechts des Sees die Sommerrodelbahn auf dich. Die Bahnen „Frankenrodel“ (nur im Sommer) und „Frankenbob“ sind startklar, mit hoher Geschwindigkeit saust du damit ins Tal. Beim Frankenrodel sind es 1.160 Meter in einer Bahn aus Edelstahl mit vielen Kurven und Wendungen. Magst du es lieber hoch statt schnell, kannst du das Bungee-Trampolin an der Rodelbahn ausprobieren.

Am Waldrand entlang geht es weiter nach Pottenstein. Nach diesen sportlichen Aktivitäten ist das Gasthaus Krone am Marktplatz der perfekte Ort. Hier kannst du draußen sitzen und Spezialitäten aus Franken genießen. Ein Geheimtipp für alle, die Süßes lieben: die Apfelküchle mit Vanilleeis.

Von der Aussichtsplattform hast du einen tollen Blick auf Waischenfeld
Von der Aussichtsplattform hast du einen tollen Blick auf Waischenfeld. © Ruhland/DAAD

Für den zweiten Teil des Tages heißt es: Willkommen im Mittelalter. Über den Marktplatz führt rechts ein kurzer, aber sehr steiler Weg hinauf zur . Sie ist die älteste Burg der Region und das Wahrzeichen der Stadt. Oben angekommen, kannst du verschiedene Ausstellungen besuchen, die es in der Burg selbst gibt.

Im am Marktplatz wird es düster und brutal: Es dreht sich alles um die dunkelsten Kapitel des Mittelalters wie Hinrichtungen, abgetrennte Köpfe oder Aberglaube an Hexen und Untote. Für fünf Euro Eintritt erfährst du etwas über die Folter und ihre Instrumente, aber auch über die Schicksale der Menschen.

Am nächsten Tag geht es weiter auf dem Brauereienweg. Dafür übernachtest du am besten in der . Alternativ fährst du mit dem Bier-, Brotzeit- und Burgen-Express zurück nach Neuhaus. Die Haltestelle Pottenstein B470 befindet sich in der Stadtmitte. Von Neuhaus nimmst du den Regionalzug in Richtung Nürnberg oder Bayreuth.

Unterwegs auf dem Brauereienweg (Tour 2)

Am nächsten Tag fährst du mit dem Bier-, Brotzeit- und Burgen-Express zur Endhaltestelle Waischenfeld. Über dieser mittelalterlichen Stadt liegt die Burg Waischenfeld, die zugleich der Start dieser Tour ist. In der Burgschänke im Innenhof kannst du das burgeigene Bier probieren. Oder einfach den tollen Blick über die Stadt genießen, den du von der Aussichtsplattform hast. Ende August findet auf der Burg ein großer Mittelaltermarkt mit Marktleuten, lustigen Darbietungen und Rittern statt.

Von der Burg geht es den gleichen Weg wieder hinab, über den Fluss und links in die Fischergasse, auf der du die Stadt verlässt. Am Ortsausgang findest du das Schild „Brauereienweg“ mit einem Pfeil, wie der Weg weitergeht. Dieses Schild ist von jetzt an dein Wegweiser, der dir die richtige Richtung vorgibt.

Natur pur beim Wandern auf dem Brauereienweg
Natur pur beim Wandern auf dem Brauereienweg© Ruhland/DAAD

Durch einen natürlichen Tunnel aus Bäumen und Sträuchern erreichst du den Ortsteil Nankendorf. Auch dort gibt es eine Brauerei, allerdings ist es besser, gleich weiterzulaufen. Denn im Biergarten der Gastwirtschaft Krug-Bräu in Breitenlesau kannst du eine der traditionellsten Seiten von Franken erleben. Es gibt frisch gezapftes Bier, das die Gäste unter großen Kastanienbäumen draußen im Biergarten trinken, fränkische Lebensart pur! Für die Franken gehört dazu Scheuferla (ein Stück Schweineschulter mit Kruste) mit Knödel und Beilagen, eine kulinarische Spezialität dieser Region. Das Krug-Bräu bietet Speisen und Getränke zu fairen Preisen.

Nach dieser längeren Pause wartet der Rückweg nach Waischenfeld. Dafür gehst du den gleichen Weg wieder zurück und folgst dem Schild mit dem Pfeil nach Waischenfeld. Ein Waldweg und die weiteren Schilder führen dich wieder zurück in die Ortsmitte.

Die Tour ist für dich geeignet, wenn du gerne in der Natur unterwegs bist und es dir auch nichts ausmacht, längere Strecken zu wandern. Mit den beschriebenen Pausen dauert die Tour ungefähr viereinhalb bis fünf Stunden. Natürlich kannst du auch an den vielen Bänken Halt machen und mit eigenem Essen eine „Brotzeit“ – also ein Picknick – machen. Allerdings ist der Besuch eines fränkischen Biergartens mit Kastanienbäumen und einem gekühlten Bier ein echtes Highlight. Am besten schaust du bei der Ankunft in Waischenfeld auf den Fahrplan, wann ein Bus zurückfährt. So kannst du die Pausen gut in die Tour einplanen.

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