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Finanzierungsnachweis: 10.332 Euro für ein Jahr

Bevor du dein Studium beginnst, musst du nachweisen, dass du genügend Geld hast. Du benötigst einen „Finanzierungsnachweis“. Meistens musst du ihn schon beim Antrag für ein Visum vorlegen. Du brauchst ihn spätestens, wenn du eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland beantragst. Meist wird verlangt, dass der so genannte „Regelbedarf“ von rund 10.332 Euro (seit 01.01.2021) für ein Jahr abgedeckt ist. Für mehr und VERBINDLICHE Informationen kontaktiere die deutsche Botschaft oder das deutsche Konsulat in deinem Heimatland.

von: Redaktion (Stand: Juli 2021)

Formular für den Finanzierungsnachweis © DAAD/contentküche
Formular für den Finanzierungsnachweis . © DAAD/contentküche

Du kannst auf unterschiedliche Art nachweisen, dass du dein Studium finanzieren kannst. Folgende Formen sind möglich:

  • Deine Eltern legen Einkommens- und Vermögensnachweise vor.
  • Jemand mit Wohnsitz in Deutschland verpflichtet sich gegenüber der Ausländerbehörde, die Kosten für dich zu übernehmen.
  • Ein Sicherheitsbetrag wird auf ein gesperrtes Konto eingezahlt (Sperrkonto).
  • Du legst eine Bankbürgschaft vor.
  • Du erhältst ein Stipendium von einem anerkannten Stipendiengeber.

Erkundige dich unbedingt bei der deutschen Botschaft in deinem Land, in welcher Form du den Nachweis erbringen musst!

Nebenjob

Wenn du als internationaler Studierender in Deutschland arbeiten willst, musst du einige Regeln beachten. Ein Nebenjob kann zwar dein Budget aufbessern, aber es ist kaum möglich, so deinen gesamten Lebensunterhalt zu finanzieren.

Tipps zum Sperrkonto

Viele internationale Studierende nutzen ein Sperrkonto für die Finanzierung ihres Studiums in Deutschland. Es heißt so, weil die Summe, die du darauf überweisen musst, so lange gesperrt, also blockiert wird, bis du in Deutschland eingereist bist.

Es ist gar nicht so schwer, selbst ein Sperrkonto einzurichten. Du solltest dabei nur ein paar Dinge beachten:

1. Beantrage es früh genug

Da es eine Vielzahl an Sperrkontoanbietern gibt, solltest du das jeweilige Angebot vor der Einreichtung des Sperrkontos eingehend prüfen. Du kannst dein Sperrkonto auch in den meisten Fällen online einrichten. Onlineanbieter brauchen dann ungefähr eine Woche, um dein Konto zu eröffnen und den Geldeingang zu bestätigen. Zum Semesterbeginn kann es aber auch länger dauern. Deshalb solltest du früh genug die Unterlagen für ein Sperrkonto anfordern.

2. Lass deine Unterlagen beglaubigen

Für die Einrichtung des Sperrkontos musst du bei manchen Banken die ausgefüllten Formulare und eine Kopie deines Reisepasses vom Generalkonsulat oder der Deutschen Botschaft in deinem Land beglaubigen lassen. Erst dann kannst du deine Dokumente an die jeweilige Bank versenden. Bitte beachte: Per Mail oder Fax geht das leider nicht, denn die Bank akzeptiert oft nur das Original.


Bei Onlinebanken ist das Vorgehen oft unkomplizierter und du kannst dein Sperrkonto online beantragen und Dokumente hochladen. Informiere dich über das jeweilige Vorgehen direkt bei deinem ausgewählten Anbieter.

Studierender hält Taschenrechner in die Kamera und sitzt am Laptop © DAAD/Jan Zappner
Studierender beim Rechnen . © DAAD/Jan Zappner

3. Eröffne dein Konto

Wenn deine Unterlagen angekommen sind, richtet die Bank für dich das Sperrkonto ein. Dafür musst du einmalig 50-150 Euro Gebühren zahlen. Sobald es dein Konto gibt, musst du darauf mindestens 10.332 Euro einzahlen.

4. Bekomme dein Geld

In Deutschland angekommen, solltest du einen Termin in einer Filiale deiner Bank machen. Dort oder per Post  bekommst du deine EC-Karte, mit der du nun Geld abheben kannst und deine Zugangsdaten zum Online-Banking.

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