Drei Schalen mit Street Food
Drei Gerichte© von der Weiden

Food Trucks

Frisches und günstiges Essen, das auf der Straße gekauft und gegessen wird, ist ein internationales Phänomen. Dazu gehören immer öfter mobile Food Trucks. Die gibt es seit einiger Zeit auch in Deutschland. Verkäufer touren in ihren umgebauten Wagen umher und bieten ihre frisch zubereiteten Snacks jeden Tag woanders an. Besonders bei jungen Menschen ist der Street Food-Trend beliebt.

Schale mit Gericht
Food Truck © von der Weiden
  • Imbiss und Fastfood aus fernen Ländern schmecken in Köln, München, Hamburg oder Berlin genauso lecker wie dort, wo sie ursprünglich herkommen. Die Idee der pfiffigen Entwickler der Trucks ist aber nicht neu. Mobile Essenswagen gab es in vielen Regionen der Welt schon früher.

  • In China zum Beispiel sind Food Trucks, die ein schnelles Frühstück oder leckeres Sandwich am Mittag anbieten, schon seit langem bei Berufstätigen beliebt. Weitere Vor-gänger des modernen Food Trucks sind mobile Kantinen oder Feldküchen. Und in Thai-land gibt es immer noch ein paar schwimmende Märkte. Auf denen wird Obst, Gemüse und anderes Essen von Booten aus angeboten, denn früher dienten die Kanäle des langen Chao Phraya Flusses als Transportwege und die Waren wurden direkt vom Fluss aus weiterverkauft. Heute sind diese „Floating Markets“ selten und eher eine Attraktion für Touristen.

  • Der Trend für warmes, herzhaftes Essen auf dem Food Truck stammt aber eher von den amerikanischen „Chuckwagons“. Das sind von Pferden gezogene Wagen, die Cowboys und Holzfäller begleiteten, während sie in der Wüste oder im Wald ihrer harten Arbeit nachgingen.

  • Heutzutage sind Food Trucks also nicht mehr für die Grundversorgung zuständig. Sie sind viel mehr eine oft hochwertige Alternative zu Restaurants, Mensen und Kantinen.

  • In anderen Ländern, wie z.B. Amerika sind Food Trucks bereits ein fester Bestandteil des kulinarischen Angebots geworden. In Deutschland waren lange Zeit Eis- und Bratwurst-verkäufer die einzigen, die ihre Gerichte mobil verbreiteten. Inzwischen wird der Trend für ausgefallene Snacks und einen guten Mittagstisch aber auch hier immer beliebter und das Angebot an Food Trucks immer größer.

Food Truck Außenansicht mit Schild
Food Truck Grill Stand© von der Weiden

Sind Food Trucks die Zukunft der Mittagspause in Deutschen Hochschulstädten?

Den Food Truck-Trend gibt es in Deutschland seit etwa 2008. Seitdem war es in den sozialen Medien erstmals möglich, schnell und einfach eine große Anzahl von Kunden zum aktuellen Standort eines Food Trucks zu locken. Bei uns stehen Food Trucks manchmal während der Mittagspause auf Parkplätzen vor Unternehmen oder an belebten Plätzen in großen deutschen Städten. Und natürlich gibt es sie auch auf Street Food Märkten.

Ganze Food Truck-Märkte findest du in Deutschland vor allem in den großen Universitätsstädten, zum Beispiel in Hamburg, Stuttgart oder Köln. Es gibt aber auch viele moderne Food Trucks in Lübeck, Nürnberg oder München. Deswegen essen inzwischen immer mehr Leute ihr Mittagessen gerne an so einem Stand. 

Schilder an der Theke eines Foodtrucks
Food Truck© von der Weiden

Sind die mobilen Küchen auch eine gute Alternative zur Mensa?

Das Essen am Food Truck ist in der Regel etwas teurer als Essen in der Mensa, dafür aber meistens ganz frisch zubereitet. Ab und zu kann man sich auch als Student ein exotisches Gericht oder einen besonderen Food Truck leisten. Ein paar Universitäten und Hochschulen bieten hin und wieder einen „Food Truck-Tag“ an. Aktuelle Infos dazu gibt es dann zum Beispiel auf der Facebook-Seite der Hochschule. 

Ein heißer Tipp: Oft stehen die Wagen mittags am Campus, vor Firmen mit großem Parkplatz oder auf kleinen Plätzen in der Innenstadt. Die Pause am Food Truck ist aber leider nicht günstig. Für einen Burger vom Food Truck musst du mit einem Preis von etwa 8 bis 9 Euro rechnen. Dafür wird das Essen frisch zubereitet und ist mit der massenhaften Ausgabe in der Mensa nicht vergleichbar.

Plakat Street Food Festival
Plakat Street Food Festival © von der Weiden

Street Food Festival: Die Kölner Food-Trucks im Test

Probiere diesen Trend auf einem Street Food Event aus!

Hier gibt es besonders viel Auswahl. Gemeinsam mit der chinesischen Austauschstudierenden Yuedi habe ich getestet ob die Food Trucks in Köln halten, was sie versprechen.

Das Street Food Festival ist dafür der ideale Ort. Auf dem Gelände des Helios 37 in Köln-Ehrenfeld zum Beispiel kochen, braten und frittieren die FoodTruck-Betreiber ihre Spezialitäten. Die Veranstaltung steht für authentische Küche aus der ganzen Welt und zieht jedes Wochenende in eine andere deutsche Stadt. Und das Beste daran ist: Hier gibt es jede Menge Food Trucks.

Hier habe ich mich mit Yuedi aus China auf eine kulinarische Reise begeben. Schon beim Reingehen haben wir sofort gemerkt, dass die Veranstaltung alle unsere Sinne anspricht: Wir sehen direkt Rauch aus einem sogenannten „Smoker“ aufsteigen, das ist ein Grill. Überall stehen bunte Menüs und wir riechen die verschiedensten Gewürze. In den Auslagen der Food Trucks liegen leckere Sandwiches oder es werden frische französische Crêpes gemacht. Wir hatten also die „Qual der Wahl“ und haben uns dann dafür entschieden philippinisches „Fusionfood“ zu testen, also eine Mischung aus deutscher und philippinischer Küche:

 

Food Truck von Innen
Blick hinter die Kulissen© von der Weiden

Yuedis Eindruck

Yuedi ist 20 Jahre alt und kommt aus China. Sie kennt Food Trucks schon aus ihrer Heimat und freut sich vor allem darüber, dass man in Deutschland auch so entspannt unterwegs Essen kann. Da kommt der Street Food Markt im bunten und etwas abgelegenen Hinterhof des „Helios 37“ in Köln-Ehrenfeld gerade richtig.

 

Gerichte auf dem Food Truck Festival
Gerichte auf dem Food Truck Festival© von der Weiden

Wie auf einem richtigen Festival

Und richtig schön gesellig wurde es nach dem Gespräch dann auch bei Yuedi und mir auf dem Street Food Festival: Hier war nicht nur die Location, ein altes Fabrikgelände, besonders urban und hübsch dekoriert – auch unser Testessen war ausgefallen und hat gut geschmeckt. Wie auf einem richtigen Festival lief die ganze Zeit Musik und es waren wahnsinnig viele Leute da, die sich ausgelassen, lachend und schmatzend unterhielten. Nach unserer exotischen Stärkung verließen wir dann glücklich und satt das Festivalgelände, perfekt gerüstet für einen Spaziergang im historischen Zentrum von Köln.

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