DUISBURG
WO DIE INDUSTRIE GRÜNEN PARKS PLATZ GEMACHT HAT

Landschaftspark Duisburg-Nord. © Bastian Rothe / DAAD
Landschaftspark Duisburg-Nord© Bastian Rothe / DAAD

Duisburg – die Stadt, in der sich die beiden Flüsse Rhein und Ruhr treffen, lebte früher von Stahl und Kohle. Jetzt haben sich die Duisburger ihre Heimat zurück erobert und genießen grüne Parks, weite Auen und ein bisschen Nostalgie. Ein idealer Ort, um zu studieren und deutsche Geschichte und Kultur kennenzulernen.

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WILLKOMMEN IN DUISBURG

Wenn du mit dem Zug in Duisburg ankommst, begrüßt dich vor dem Hauptbahnhof ein baumleerer, trostloser Platz – und an manchen Tagen pfeift dir dazu noch ein scharfer Wind ins Gesicht. Doch das sollte dich nicht davon abhalten, zu bleiben – denn es lohnt sich.

Die Schönheit der Stadt, in der Rhein und Ruhr sich treffen, zeigt sich den Besuchern nicht auf den ersten Blick. Doch umso interessanter ist es, die Stadt zu entdecken. Nur ein paar Minuten vom Hauptbahnhof entfernt befindet sich der Innenhafen – der „place to be“ in Duisburg. Rund um dieses Hafenbecken wurden alte Speicherhäuser modernisiert und neue Gebäude errichtet. Jetzt sind dort neben Büros und Geschäften vor allem Restaurants und Bars, auf deren Außenterrassen viele Duisburger warme Sommernächte genießen.

Im Sommer lohnt sich auch ein Spaziergang durch den Landschaftspark Nord: Hier wurde ein altes Industriegebiet mit Hochhöfen, Maschinenhallen und anderen riesigen Anlagen den Duisburgern zurückgegeben, indem das ehemalige Industriegebiet in einen grünen Park verwandelt wurde. Jeden Abend werden die alten Industrieanlagen mit bunten Lichtern in Szene gesetzt.

Bei deinen Streifzügen durch die Stadt wirst du auch Ecken entdecken, die noch deutlich von der industriellen Vergangenheit der Stadt zeugen: Duisburg war ein wichtiger Standort für die Stahl- und Kohleproduktion. Über den größten Binnenhafen Europas wurden die Produkte in alle Welt gebracht. Seit der sogenannten Stahlkrise in den 1970er Jahren ging die Nachfrage nach Stahl aus Duisburg zurück und viele Stahlwerke und Hütten mussten geschlossen werden. Dadurch verloren viele Menschen ihren Job.

LEBEN IN DUISBURG

Lange kämpfte die Stadt mit dem Verlust der Industrie, doch seit einiger Zeit erfindet sich Duisburg neu. Viele Menschen engagieren sich für die Stadt und nutzen die frei werdenden Räume für Kunst- und Kulturprojekte.

Verglichen mit Essen oder Düsseldorf findest du hier schöne, große Wohnungen zu einem niedrigen Preis. Auch die Lage von Duisburg ist hervorragend: Von der Mitte des Landes Nordrhein-Westfalen aus ist man schnell in Düsseldorf, Köln, Essen oder den Niederlanden.

Wohnungen und WG-Zimmer sind für Studierende günstig zu haben, und auch wenn du mit Freunden ausgehst, brauchst du nicht viel Geld.

Der „Finkenkrug“ ist Duisburgs älteste Studentenkneipe und bietet eine riesige Auswahl an Bieren an. Theater, Konzerte und Parties finden vor allem im „Grammatikoff“ am Dellplatz statt. Wundere dich nicht, wenn einige Duisburger es noch „Hundertmeister“ nennen – so hieß der legendäre Laden früher.

Auch wenn Duisburg einst eine industriell geprägte Stadt war, so ist sie reich an Natur: Neben dem Landschaftspark Nord ist vor allem die lohnenswert. In einigen Seen kannst du schwimmen, es gibt Wanderwege und auch mit dem Fahrrad kannst du schöne Strecken erkunden.

Quellen
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